Einleitung

Das italienische Weindepot ist seit 45 Jahren auf Wein, Prosecco, Grappa und Feinkost aus Italien spezialisiert. Unser Betrieb wurde 1978 gegründet und hat sich seitdem gemeinsam mit unseren Kunden und unter den Bedingungen des Marktes weiterentwickelt. In Südbayern gab es schon immer sehr italienerfahrene Kunden, die einen entscheidenden Anteil an unserem Geschäftserfolg hatten. Es folgten unzählige Reisen durch Italien und zahllose Begegnungen mit Winzern aus allen Regionen. Italiens Vielfalt an handwerklich hergestellten Weinen, Grappa, Olivenöl und Lebensmitteln ist beachtlich, obwohl der Markt hauptsächlich von wenigen großen, bekannten Marken dominiert wird. Unsere Geschichte reicht von den 80er Jahren bis in die Gegenwart. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen einen Überblick über unsere Arbeit zu geben. – Gerhard „Gerardo“ Strunz

-1977

Der junge Gerhard "Gerardo" Strunz betreibt zusammen mit seiner Frau Eva einen Supermarkt in Garmisch-Partenkirchen (Gemeinde Burgrain), zu dem auch eine kleine Weinabteilung gehört. Neben dem Chianti Fiasco erreicht auch der erste Frascati den südbayerischen Markt. Nach einigen Jahren beschließt er, das Geschäft aufzugeben und ein Einzelhandelsgeschäft zu eröffnen. Mit dem Ziel, sich ganz dem italienischen Weinhandel zu widmen. Ihm schwebt ein ganz besonderes, reduziertes Geschäftskonzept vor - bei dem der Kunde im Mittelpunkt steht. Es soll ganz ohne neumodisches Outfit sein, preiswert und charmant zugleich. Mit Produkten abseits der großen Namen.

1978

Gemeinsam mit seiner Frau Eva wagt Gerardo den großen Sprung und gründet einen auf italienischen Wein und Feinkostprodukte spezialisierten Einzelhandel: „Das italienische Weindepot“. Auf den nur wenigen Quadratmetern im Hinterhof der Hauptstraße 56 in Garmisch-Partenkirchen wird das kleine Italien eröffnet. In einer Zeit in der noch niemand so wirklich etwas von Prosecco und Chianti wusste und es nur wenige Importeure für diese Produkte gab.

1980

Das italienische Weindepot etabliert sich und verzeichnet erste Erfolge: Gestützt durch die Kundschaft vor Ort und bereichert durch Touristen aus Norddeutschland. Sohn Tobias erblickt das Licht der Welt und Gerardo erweitert zusammen mit seiner Frau Eva Stück für Stück das Sortiment. Mozzarella und Pomodori Secchi sind bis dato noch für viele ein Fremdwort und mit Badia a Coltibuono erhält der erste Chianti Classico Einzug.

1985

Gerardo und seine Frau Eva erkunden auf eigene Faust das Stiefelland Italien und nehmen zusätzlich an verschiedenen Fahrten organisiert durch die Italienische Handelskammer sowie das Italienische Institut für Aussenhandel teil. In einer Zeit, in welcher Weinführer noch keine Bedeutung hatten, erkunden die zwei jungen Geschäftsleute Italien und importieren zahlreiche Weine und Lebensmittel die bis dato in Deutschland noch nicht am Markt erhältlich waren.

1990

Durch zahlreiche Italienfahrten knüpft Gerhard Strunz Freundschaften und Geschäftsbeziehungen zu italienischen Winzern wie Ca Rugate, der Kellerei Schreckbichl und Agricole Vallone. Mit dem Graticciaia erhält einer der großen Kultweine der Neunziger Einzug in das Sortiment. Mit San Savino (heute: Simone Capecci) wird ein Jungwinzer mit großen Fähigkeiten ausgemacht. Die historische Geschäftsbeziehung zu Simone Capecci dauert bis heute an. Der Spitzname „Gerardo“ kommt zum ersten Mal auf und wird von dort an zum Markenzeichen des engagierten Inhabers.

1998

Die erste Version der Firmenwebsite (www.gerardo.de) geht online. Damals noch komplett von Hand in einem Texteditor unter Verwendung von HTML geschrieben. Es handelt sich um eine statische Seite mit Text und Bildern, ohne jegliche Interaktivität und noch weit entfernt von einem Online-Shop. Gerardo ist bemüht die Seite mit Inhalten zu füllen, es folgen zahlreiche Weinbeschreibungen aber auch Artikel und Berichte über italienischen Wein im Allgemeinen. Mit der ersten Homepage steigt nun auch Sohn Tobias in die Firma mit ein.

2001

Die erste Online-Shop Bestellung verlässt unser Haus. Gerardo hatte bereits vorher Pakete an seine Kunden verschickt, aber es handelt sich um die erste Bestellung über das Internet. Damals noch über eine Art eMail Kontaktformular bewerkstelligt, da das Weindepot noch nicht über einen richtigen Online-Shop verfügte. Der Inhalt der Bestellung? Eine Holzkiste mit sechs Flaschen Cabernet-Sauvignon Lafoá der Kellerei Schreckbichl.

2009

Im Oktober 2008 folgte nach 30 unvergesslichen Jahren im Hinterhof der Hauptstraße, der Umzug in die Bahnhofstraße. Das neue Ladengeschäft in der Nähe des Bahnhofs Garmisch-Partenkirchen bot neben der Lauflage auch eine wesentliche bessere Infrastruktur, mehr Platz und ein modernes Ambiente. Zu dieser Zeit zieht der Online-Versandhandel bereits stark an.

2010

Der Online-Wein-Versand verzeichnet weiter gute Zuwachsraten, im Gegenzug wird ein Strukturwandel im lokalen Markt registriert. Die Inhaberfamilie Strunz macht sich erste Gedanken den kostenintensiven Standort nochmals zu wechseln und beginnt damit geeignete Objekte auszukundschaften.

2014

Erste Inbetriebnahme des neuen Weinlagers in Huglfing, Oberbayern. Ein großer Schritt für das italienische Weindepot, gilt es aus den alten Strukturen und beengten Platzverhältnissen auszubrechen. Das Gebäude unterlag zu dieser Zeit noch einigen Umbauten und Renovierungen, zudem wurde das Ladengeschäft paralell weiterbetrieben.

„Wir sind Teil der Veränderung. Unsere Strukturen sind in 35 Jahren immer mit unserer Tätigkeit gewachsen. Unsere Platzverhältnisse waren innerhalb weniger Jahre wieder am Limit, weil wir nie nach dem Motto ‚think big‘ gearbeitet haben. 2014 gibt es trotzdem eine größere Veränderung: Wir nehmen nach einjähriger Vorbereitung unser neues Versand- und Abhollager in Huglfing in Betrieb. Diese Veränderung war deshalb nötig, da in den letzten 10 Jahren unsere Internetverkäufe stärker gestiegen sind als erwartet.“ – Gerardo

2015

Nach fast 37-jähriger Tätigkeit wird das Ladengeschäft in Garmisch-Partenkirchen aufgegeben und das italienische Weindepot bereitet den neuen Firmensitz auf dem Land vor. Das auserkorene Weinlager ist perfekt auf Lagerung und Versand zugeschnitten und bietet zudem eine Anlaufstelle für die Kunden vor Ort. In der Übergangszeit führt Gerardo den Laden in Garmisch weiter, während sich Sohn Tobias bereits um den Versandhandel an der neuen Location in Huglfing kümmert.

2016

Im Mai 2016 werden die letzten Handwerksarbeiten am neuen Firmensitz des italienischen Weindepots abgeschlossen. Durch die Schaffung weiterer, wichtiger Infrastrukturen kann der Umzug erst jetzt als vollendet bezeichnet werden. Den Wandel der Zeit – vom stationären Händler zum Weinversender hat das italienische Weindepot unter der Führung von Gerhard „Gerardo“ und seinem Sohn Tobias Strunz aus eigener Kraft gemeistert.

2020

Die "Verrücktheit" welche die Menschheit zwischen Ende 2019 und 2021 heimsucht, geht auch am Weindepot nicht spurlos vorbei: Gerardo und Tobias sind im Dauereinsatz, da Online-Shop, Telefon und eMail nicht mehr stillstehen. Und dass, obwohl sich Gerardo's Gesundheitszustand zusehends verschlechtert...

2021

Ein halbes Jahr lang wird Gerardo von Eva und Tobias Strunz gepflegt, während der Betrieb ununterbrochen weiterläuft. Doch am 1. August 2021 erliegt Gerhard "Gerardo" Strunz nach kurzer, schwerer Krankheit seinem Krebsleiden und verstirbt im Beisein seiner Familie.

2022+

Unter großer Trauer, doch bestärkt durch hunderte Zuschriften von Kunden, Winzern und Kollegen übernimmt Tobias Strunz das italienische Weindepot beinahe "Über Nacht" und richtet den Betrieb mit seiner über 40 jährigen Geschichte nun konsequent neu aus...

Diese Internetseite ist ein kostenloses Angebot von "Das italienische Weindepot"
Impressum: Das italienische Weindepot (www.gerardo.de) | Inh.: Tobias Strunz | Weidenstr. 2a | 82386 Huglfing | Deutschland | kontakt[at]gerardo.de
Diese Website verwendet keine Cookies und keine Tracker.